Ein langer, schwieriger Weg

Es ist ein langer, schwieriger Weg. Für alle. Für den Einzelnen. Am Ende einer Flucht steht selten gleich soziale Sicherheit, sondern erst einmal die Fremde. Schon immer ist dann der Sport eine Option, wenn es darum geht sich aus Umständen und Lebenssituationen heraus zu kämpfen. Sich nach Oben zu boxen. Mit Schweiß und Schmerz und sportlicher Anstrengung Erlebtes zu verarbeiten oder vielleicht auch vergessen zu machen.

Doch ganz alleine geht es in der Fremde nunmal nicht und so findet der Flüchtling Yassine La Gamiri in dem Boxpromoter und Manager Rainer Gottwald einen Mentor, der sich dem Schicksal des jungen Sportlers annimmt und ihn auf seinen Weg in das Profiboxen und den Ring begleitet.

„Da kam ein syrischer Autohändler und wollte uns den Yassine verkaufen. Wir haben gesagt: wir kaufen vielleicht ein T-Shirt, oder ein Auto, aber keine Menschen! Den Menschenhändler haben wir aus dem Gym gejagt, aber Yassine durfte bleiben.“ (Rainer Gottwald)

Zuletzt gab der VfB Stuttgart die Verpflichtung von Chadrac Akolo bekannt, der 2009 als 14jähriger aus Kinshasa über das Mittelmeer floh, in der französischen Schweiz landete und jetzt eine vielversprechende Karriere als Profifussballer vor sich hat. Menschen kommen also irgendwann an in der Fremde. Werden Teil einer Gesellschaft, auch weil sie das wollen. Der Sport und Menschen wie Rainer Gottwald werden auch weiterhin eine wichtige Rolle dabei spielen.

Die Dokumentation „Der geflohene Boxer“ von Pirmin Styrnol ist noch nicht fertig, aber es gibt jetzt einen ersten Trailer, den wir Euch nicht vorenthalten möchten.

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